Bowie für Beginner - Seine wichtigsten Alben

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Berlin (dpa) - Nach offizieller Zählung hat David Bowie vom Fehlstart-Debüt (1967) bis zum Abschluss mit «Blackstar» (2016) rund 25 Alben veröffentlicht.

Folgende gelten als Meisterwerke:

DER ERSTE KLASSIKER: Auf «Hunky Dory» (1971) entwickelt Bowie mit dem Song «Life On Mars?» seine Weltraum-Thematik weiter und erreicht erstmals die Top 3 der britischen Album-Charts. Mit «Andy Warhol» und «Song For Bob Dylan» verbeugt er sich vor zwei seiner Helden. Der Weg zum Weltruhm ist geebnet. Hit: «Changes».

GLAMROCK-GROSSTAT: Mit «The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars» (1972) erfindet sich Bowie als Kunstfigur neu. Der Songzyklus setzt Maßstäbe für die Theatralik im Pop. Er wollte «eine Art Musical, in dem der Künstler auf der Bühne nur eine Rolle spielt», erklärt Bowie selbst. Hits: «Starman», «Ziggy Stardust».

AUF NACH AMERIKA: «Young Americans» (1975) sagt schon im Albumtitel, wo Bowie hin will. Auf seiner ersten in den USA aufgenommenen Platte kokettiert der bleiche Brite mit schwarzer Musik. Manche nennen das «Plastik-Soul», aber die Songs sind voller Hingabe - und bis heute mitreißend. Hit: «Fame» (mit Bowies neuem Kumpel John Lennon).

MEISTERWERK UNTER DROGEN: Für viele Kritiker ist «Station To Station» (1976) das wohl kompletteste, beste Werk seiner ersten Jahre. Dabei mutiert Bowie durch die «Diät»-Mischung von Kokain, Milch und Paprika zum «Thin White Duke». Mit dem zehnminütigen Titelsong und «Stay» beweist er enorme Kreativität jenseits des Pop. Hit: «Golden Years».

MAUERSTADT-AVANTGARDE: Gesundheitlich aus- und finanziell abgebrannt, flüchtet Bowie nach Berlin. Hier arbeitet er mit Brian Eno bei «Low» (1977) an einer «neuen musikalischen Formensprache», beeinflusst von Kraftwerk, Can und Tangerine Dream. Mit «Heroes» (1977) und «Lodger» (1979) folgen weitere Großtaten. Hit: «Sound And Vision».

DER STADIONROCKER: «Let's Dance» (1983) ist vielleicht nicht eines von Bowies allerbesten Alben, aber für seine Weltkarriere wohl das wichtigste. In Großbritannien erreicht er wie gewohnt Platz 1 mit der eingängigen Funk- und Blues-Mixtur, aber er wird damit auch global zum Mega-Star. Hits: «Let's Dance», «China Girl».

NOSTALGISCHES COMEBACK: Als man sich mit Bowies künstlerischem Verstummen bereits abgefunden hat, kehrt er mit Kraft zurück. Schon das Albumcover von «The Next Day» (2013) knüpft an seine Berliner Jahren an, eine etwas wehmütige Stimmung durchzieht einige der neuen Lieder. Schlüsselsong: «Where Are We Now?».

FINALER TRIUMPH: Es passt zu einem Künstler vom Rang Bowies, dass er sich (mit) das Beste für den Schluss aufhebt. Zum Glück bekommt er vor seinem Tod noch mit, dass die Popwelt «Blackstar» (2016) als Meisterwerk feiert. Danach werden die kühnen Tracks zwischen Rock und Jazz als Abschied von der Welt verstanden. Schlüsselsong: «Lazarus».