• Bombardier-Werkhalle in Görlitz. Foto: kmk

    Bombardier-Werkhalle in Görlitz. Foto: kmk

Bombardier-Betriebsrat fordert: Kündigungsschutz bis 2025 verlängern

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Der Kündigungsschutz für die Bombardier-Beschäftigten in Görlitz, Bautzen und den anderen Standorten muss bis 2025 verlängert werden – ebenso der Standortschutz. Das hat der Gesamtbetriebsrat gefordert – mit Blick auf den verzögerten Transformationsprozess. Dringende Investitionen sowie Spezialisierung und Standardisierung der Standorte blieben weit hinter dem Zeitplan zurück, sagte uns Gesamtbetriebsratsvorsitzender Renè Straube.

Die Verlängerung des Kündigungsschutzes wäre ein starkes Vertrauenssignal an die Belegschaft, so Straube. Der Gesamtbetriebsrat hat die Bombardier-Beschäftigten befragt. Fazit: Die Stimmung tendiert gen Null. Nur einige Zitate: Die psychische Belastung sei kaum zu ertragen. Seit Jahren keine Weiterbildung. Es werde nur gehandelt und nicht nachgedacht. Und: Keine Strategie erkennbar.

Im Bombardier-Werk in Görlitz sind aktuell rund 1.200 Beschäftigte tätig. Der Konzern will den Standort zum Kompetenzzentrum für den Wagenkastenbau entwickeln. Bombardier hatte Investitionen von acht Millionen Euro versprochen.   In diesem Jahr wurde der 9.000. Doppelstockwagen gebaut und ausgeliefert, außerdem der 500. Wagen für die Israelische Staatsbahn und der 300. ICE-Wagenkasten gefertigt.

Die Görlitzer Bombardierwerker bauen nicht nur Doppelstockzüge, sondern auch Wagenkästen für den neuen IC-X. Zusätzlich haben sie Arbeit aus dem Bombardierwerk im tschechischen Böhmisch Leipa bekommen. Dort werden Talent-Züge produziert. "Eine Auslastung ist damit auch für die nächsten Jahre gegeben", so Betriebsratschef René Straube.