• Dynamo Dresden verliert in der zweiten Pokalrunde unglücklich mit 7:8 nach Elfmeterschießen bei Hertha BSC.

Starke Leistung, aber Pokal-Drama für Dynamo in Berlin

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Dynamo Dresden ist nach einem großen Pokalfight in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals ausgeschieden. Beim Bundesligisten Hertha BSC mussten sich die Schwarz-Gelben erst nach Elfmeterschießen mit 7:8 geschlagen geben. Nach 120 Minuten hatte es 3:3 gestanden. Über 70.000 Zuschauern verfolgten die Partie im Berliner Olympiastadion, die Hälfte davon waren Dynamofans.

«Dynamo, Dynamo», hallte es dennoch immer wieder durchs Olympiastadion. Allerdings hatten es die Dresdner Fans unter den insgesamt 70.429 Besuchern nicht beim Gesang belassen und einige bengalische Feuer zu Beginn abgebrannt. Vor der Partie, die von 800 Polizisten abgesichert wurde, war es aber ruhig geblieben.

Auf dem Rasen ging's dafür direkt heiß her. Hertha versuchte, den Dresdnern einen frühen Stimmungsdämpfer zu verpassen. Einen Schuss von Marius Wolf konnte SGD-Keeper Kevin Broll nur abklatschen, den Nachschuss setzte Salomon Kalou drüber. Danach verpassten Lukebakio und Duda einen Treffer. Acht Minuten waren lediglich gespielt.

Mit Großchancen ging es erstmal weiter, Dresden mischte dabei aber schon gut mit. Die Berliner ließen nach ihrem starken Beginn nach, Dresden zog sich mit einer Fünferkette bei gegnerischem Ballbesitz zurück und lauerte auf Konter.

Einen davon vergab Koné noch, beim Führungstor ließ sich der 22 Jahre alte Senegalese nicht mehr bitten. Per Doppelpass düpierten er und Alexander Jeremejeff die Hertha-Abwehr, mit einem Lächeln spitzelte Koné den Ball am herausgeeilten BSC-Keeper Thomas Kraft vorbei.

Dynamo zeigte eine der besten Leistungen dieser Saison. Die Hertha lief trotz geballter Offensiv-Power einem Rückstand hinterher. Aber nicht allzulange. Lukebakio war zur Stelle, als er kurz nach dem Seitenwechsel aus vier Metern traf. Hertha spielte wie verwandelt, angetrieben von Duda drängten die Hausherren die Dresdner zunächst in deren Hälfte.

Pech hatten sie mit einem Latten- und einem Pfostentreffer binnen drei Minuten, weitere Chancen folgten. Ein weiteres Tor ließ aber auf sich warten, bis Dynamo-Kapitän Niklas Kreuzer kurz vor Schluss Lukebakio auf der Strafraumlinie von den Beinen holte und Duda sicher den Elfmeter verwandelte. Aber dann das: Auf der Gegenseite drückte Nationalspieler Niklas Stark Koné ungestüm zu Boden und der Ex-Herthaner glich aus. Verlängerung. Und die Jubelexplosion der Dynamo-Fans beim Tor von Stor. Und dasselbe auf Hertha-Seite in der Nachspielzeit durch den erneuten Ausgleich. Die Entscheidung fiel im Elfmeterschießen.

Auf Dresdner Seite vergab zunächst Jannik Müller, Rekik schoss für die Berliner drüber. Luka Stor scheiterte für Dynamo auch, durfte aber nochmal ran. Thomas Kraft hatte seine Linie verlassen. Im zweiten Versuch versenkte Stor die Kugel. Im Sudden Death versagten dem Jüngsten bei Dynamo die Nervern. Den Versuch von Kevin Ehlers lenkte Kraft an den Pfosten. Grujic machte für die Hertha alles klar.

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