Bittere Niederlage in Hamburg

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Autor: dpa

Rückschlag für Dynamo Dresden: Das Team von Cristian Fiel bleibt in der 2. Fußball-Bundesliga auswärts ohne Sieg. In einer turbulenten Schlussphase kassierte Dresden beim Hamburger SV spät in der Nachspielzeit noch das 1:2 (0:0) und kassierte seine achte Saisonniederlage. Vor 51 586 Zuschauern hatte Niklas Kreuzer (47.) die Sachsen zunächst in Führung gebracht. Doch Sonny Kittel (68.) und David Kinsombi (90.+4) drehten die Partie für den HSV.

«So ist Fußball. Wenn du oben stehst, triffst du, wenn du unten stehst, kriegst du noch einen rein und verlierst», sagte Dynamo-Torwart Kevin Broll: «Wir können gegen Mannschaften wie den HSV bestehen, aber die Chancenverwertung war einfach schlecht.»

Für Fiel war es zugleich das erste Aufeinandertreffen als Trainer mit seinem Vorbild Dieter Hecking, der ihn einst bei Alemannia Aachen betreute. Gegen seinen ehemaligen Coach setzte der 39-jährige Spanier auf drei Veränderungen im Vergleich zum Wiesbaden-Sieg. Dzenis Burnic und Kevin Ehlers rückten wieder in die Start-Elf, größte Überraschung war allerdings Max Kulke, der sein Startelf-Debüt in dieser Saison feierte.

Der 18-jährige Außenverteidiger hatte auch Dynamos erste große Einschussmöglichkeit im Spiel, scheiterte mit seiner Direktabnahme (11.) nach einem Abpraller an Hamburgs Torwart Daniel Heuer Fernandes. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Schwarz-Gelben allerdings Glück, dass es noch 0:0 stand, denn zuvor tauchten die Hanseaten bereits zweimal gefährlich vor dem Tor von Kevin Broll auf. Christoph Moritz (1.) vergab die größere der beiden Gelegenheiten kurz nach dem Anpfiff nur knapp.

Nach der Pause war es aber Dresden, das etwas überraschend in Führung ging. Eine Flanke von Kreuzer aus halblinker Position flog unberührt ins Tor von Heuer Fernandens. Für Dynamos Vize-Kapitän war es das erste Pflichtspieltor seit dem 1. Oktober 2017. Anschließend drückte der HSV auf den Ausgleich, schnürte die Gäste tief am eigenen Strafraum fest und kam durch Kittel zum verdienten Ausgleich. Wie so oft in dieser Partie war es ein langer Ball in den Rücken der Dresdner Defensive.

Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, beide Teams wollten den Sieg und hatten dafür auch die Gelegenheiten. Hamburgs vermeintlicher Führungstreffer (71.) durch Harnik wurde nach Eingreifen das Video-Schiedsrichters aufgrund einer knappen Abseitsstellung aberkannt. Auch das vermeintliche 2:1 durch Aaron Hunt (83.) wurde aufgrund einer Abseitsstellung nicht gegeben. Kinsombis Tor in der Nachspielzeit zählte dann nach kurzer Überprüfung und ließ Dresden mit leeren Händen zurück.

Audio:

Kevin Broll zum Last Minute KO in Hamburg

Vizekapitän Niklas Kreuzer

Jannis Nikolaou nach dem 1:2 in Hamburg

Cheftrainer Cristian Fiel