• Auf dem Areal soll eine Grundschule und eine neue Kita entstehen. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Neustadt Geflüster)

Belasteter Boden auf Gelände für neue Kita in der Neustadt

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Die Landesdirektion Sachsen fördert ein Kita-Bauprojekt in der Dresdner Neustadt mit 585.000 Euro. Der Boden an der Lößnitzstraße muss von Altlasten befreit werden. Auf dem Areal stand bis Ende des ersten Weltkrieges ein Mineralöllager für das Gasversorgungswerk Neustadt. Es gebe dort erhebliche Bodenverunreinigungen u.a. mit giftigem Cyanid und Schwermetallen. Auch eine kleine Teergrube wurden entdeckt.

Bereits seit einiger Zeit laufen die Planungen für einen Grundschulbau auf dem Areal. Die Pläne für eine Kita waren bislang nicht bekannt. Die Dresdner Stadtverwaltung konnte am Freitagnachmittag noch keine näheren Informationen zu dem Projekt nennen.

Die Mitteilung der Landesdirektion lesen

Die Landesdirektion Sachsen hat der Landeshauptstadt Dresden Fördermittel in Höhe von rund 585.000 Euro für die Sanierung einer Fläche an der Lößnitzstraße 14 in der Leipziger Vorstadt bewilligt. Es handelt sich dabei um eine Teilfläche des früheren Gaswerkes Dresden-Neustadt. Die Landeshauptstadt will hier eine Kindertageseinrichtung mit Spielflächen im Außenbereich errichten.

Das Gesamtareal an der Lößnitzstraße wurde seit 1865 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges für die Gasversorgung der Dresdner Neustadt genutzt. Auf der nun zu sanierenden Teilfläche des ehemaligen Gaswerksstandortes befand sich früher das Mineralöllager des Gaswerkes. Im Ergebnis umfangreicher Untersuchungen waren erhebliche, durch die Vornutzung verursachte gaswerkstypische Bodenverunreinigungen, überwiegend mit sogenannten Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), Cyanid und Schwermetallen, sowie eine bisher nicht bekannte kleine Teergrube festgestellt worden.

Um altlastenbedingte Umweltauswirkungen zu beseitigen und die sensible Nachnutzung des Geländes als Kita-Standort zu ermöglichen, sollen daher zunächst die Verunreinigungen aus dem Boden entfernt werden. Hierzu wird der mit Altlasten kontaminierte Boden ausgetauscht und durch unbelasteten Boden ersetzt. Die Teergrube sowie die dazugehörigen Teerleitungen werden beräumt und zurückgebaut. Die kontaminierten Aushubmassen werden fachgerecht entsorgt.

Die Kosten für diese Sanierungsmaßnahme belaufen sich auf rund 730.000 Euro. Für 80 Prozent dieser Summe werden Fördermittel im Rahmen der Förderrichtlinie Inwertsetzung von belasteten Flächen bereitgestellt. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die verbleibenden 20 Prozent der Ausgaben trägt die Landeshauptstadt Dresden.