Bela B liefert den Soundtrack gegen den Hass

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  • Bela B 2016 in Jamel auf dem Open-Air-Musik­fes­tival "Jamel rockt den Förster" - Rock gegen Rechts. Foto: Axel Heimken

Berlin (dpa) - Der Sänger und Schlagzeuger Bela B (54, Die Ärzte) sieht sich nicht als Vorkämpfer gegen rechts - er mache nur die passende Musik dazu. «Ich tue mich schwer, uns da als Heilige oder Kämpfer zu klassifizieren. Wir liefern nur den Soundtrack», sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Die Ärzte schufen in den 1990er Jahren mit «Schrei nach Liebe» den Anti-Neonazi-Song schlechthin. Vor zwei Jahren schaffte das Lied es nach einem «Aktion Arschloch» genannten Aufruf noch einmal an die Spitze der Charts.

«Ich finde es nur wirklich erschütternd, wie laut diese Hetzstimmen werden und welch hohe Akzeptanz es bei der Bevölkerung zum Teil für die rechten Schreihälse gibt», sagte Bela B, der auf seinem an diesem Freitag (17. Februar) erscheinenden Album «bastard» mit dem Lied «zuhaus» über die Situation von Flüchtlingen singt. «Aber das wird auch wieder weggehen. Leute, die nett und emphatisch sind, von denen gibt es viel mehr.»