Bei 2G keine Besucherbegrenzung für Veranstaltungen

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In Sachsen sind wieder Großveranstaltungen ohne Besucherbegrenzung möglich, wenn die 2G-Regel eingehalten wird. In diesem Fall ist auch keine Kontaktverfolgung mehr nötig. Das ist ein Punkt der neuen Corona-Schutzverordnung, die Sachsens Kabinett am Dienstag beschlossen hat.

Mit 2G (geimpft oder genesen) wäre es beispielsweise für Fußballclubs wie Dynamo Dresden und RB Leipzig möglich, ihre Stadien wieder komplett zu füllen.

Mit der bis einschließlich 17. November geltenden Verordnung werden auch Weihnachtsmärkte und Bergparaden ermöglicht. Bei solchen Veranstaltungen kann bis zum Erreichen der sogenannten Vorwarnstufe auf Regeln wie Kontakterfassung, Besucher-Höchstgrenzen, Maskenpflicht und 3G-Regel verzichtet werden. Notwendig ist allerdings ein genehmigtes Hygienekonzept. Auch mit Erreichen der Vorwarn- oder Überlastungsstufe sind die Veranstaltungen weiterhin möglich. Sofern die Veranstaltung in Flanier- und Verweilbereiche aufgeteilt wird, kann in den Flanierbereichen auf Kontakterfassung, 3G-Regelung und Maskenpflicht verzichtet werden. In den Verweilbereichen entfallen die Einschränkungen, wenn sich nicht mehr als 1.000 Personen zur gleichen Zeit in dem Bereich aufhalten. Bei mehr als 1.000 Personen gleichzeitig greift die Kontakterfassung, die 3G-Regel und die Maskenpflicht.

Die neue Corona-Schutz-Verordnung wird im Laufe des morgigen Tages hier veröffentlicht.

Kritik kommt von der AfD. Der Fraktionsvorsitzende im Landtag, Jörg Urban, erklärte, das eigentliche Ziel von 2G sei es, die Impfquote durch Entzug der Grundrechte für Ungeimpfte mit allen Mitteln nach oben zu treiben. "Statt diese Schikanen fortzusetzen, setzt sich die AfD-Fraktion für einen baldigen Freiheits-Tag ein." Das Prinzip der Eigenverantwortung müsse an die Stelle der staatlichen Verordnungen treten. (mit dpa)