Australierer setzen Anker in Schwarze Pumpe

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In Schwarze Pumpe sollen künftig Hochleistungsbatterien beschichtet werden. Das gab die deutsche Tochter des australischen Unternehmens Altech Chemical bekannt. Gestern wurde der Kaufvertrag für das Grundstück im Industriepark auf sächsischer Seite (Spreewitz) unterschrieben. Rund 150 Arbeitsplätze sollen entstehen.

Die Australier wollen in Schwarze Pumpe bis zu 500 Millionen Euro investieren. Zunächst ist der Bau einer Pilotanlage geplant. Dort soll Anoden-Graphit hergestellt werden. Es wird beschichtet und für Lithium-Ionen-Batterien verwendet. Auch Aluminiumoxid soll vor Ort produziert werden. Der Investor sucht Fachkräfte für seinen neuen Standort, u.a. Prozesstechniker und Logistiker. Melden könnten sich auch andere motivierte Menschen aus der Region.

"Wir hatten relativ früh entschieden, uns in den neuen Bundesländern umzuschauen, weil wir dort erwünscht sind", so Vorstand Uwe Ahrens. Auch mit Blick auf die Fördermöglichkeiten sei Sachsen ein guter Standort. Zudem hätten sich nicht weit entfernt andere Unternehmen wie Tesla in Brandenburg angesiedelt. Der Lausitzer Region stellte Ahrens ein positives Zeugnis aus. "Wir sind hier extrem gut aufgenommen worden mit schnellen, kompetenten Angeboten." Es gebe Anbindung an die Industrie, an Rohstoffe und Prozesstechnik.

Synergieeffekte mit der BASF in Schwarzheide kann sich Ahrens für die Zukunft gut vorstellen. Der Chemiekonzern nutze zum Beispiel Keramik, die Altech herstellen könne. Zudem arbeite das Unternehmen eng mit dem Fraunhofer Institut in Dresden zusammen, das anwendungsorientierte Forschung für Hochleistungskeramik betreibt.  (dpa/red)