Ausbruch der Schweinepest auf Hof im Spree-Neiße-Kreis

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Autor: dpa/red

Die Afrikanische Schweinepest ist erstmal in einem Landwirtschaftsbetrieb in der Lausitz aufgetreten. Sie brach in einem Bio-Betrieb mit rund 200 Schweinen im Spree-Neiße-Kreis aus. Das teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium mit. Um den betroffenen Betrieb soll eine Schutz- und eine Überwachungszone errichtet werden. Ein weiterer Fall wird aus dem Landkreis Märkisch-Oderland gemeldet. Dort sei ein Kleinsthalter mit zwei Tieren  betroffen. Sämtliche Tiere in den beiden Beständen würden getötet und beseitigt.

«Wichtig ist nun, dass wir zügig die Ursache für den Eintrag in die Schweinebestände finden, damit wir wissen, welchen Weg das Virus genommen hat», teilte Landesministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) mit. «Dass die Fälle offenbar schnell gefunden wurden zeigt, dass das Tierseuchenmonitoring funktioniert.»

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich weiter in Sachsen aus. Infizierte Wildschweine wurden am Schutzzaun im Kreis Görlitz gefunden. Der Freistaat hat deshalb die Sperrzone auf weitere Teile der Oberlausitz ausgedehnt. Sie umfasst nun auch Teile von Spreetal, Lohsa, Radibor und den größten Teil von Bautzen. Im Süden verläuft die Zone von Bautzen über Löbau bis nach Ostritz. Sachsen will den Kampf gegen die Seuche verstärken – sowohl finanziell als auch personell. Jäger wurden aufgerufen, verstärkt Schwarzwild zu erlegen. Drückjagden könnten im Einzelfall genehmigt werden.

Bei den Bauern in der Oberlausitz wächst die Sorge vor der Afrikanischen Schweinepest.  Joachim Häntsch, Vorsitzender des  Bauernverbandes Oberlausitz, kritisierte die nach seiner Ansicht lasche Politik. Es sei inzwischen schon fünf nach Zwölf.

Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, sie kann aber für Landwirte verheerende wirtschaftliche Folgen haben.

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Joachim Häntsch, Vorsitzender des Bauernverbandes Oberlausitz