Aronia-Ernte fällt so gut wie aus

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Die Aronia-Ernte in unserer Region fällt in diesem Jahr so gut wie aus. Jörg Holzmüller vom Dresdner Unternehmen Aronia-Original spricht von einer Katastrophe. Er arbeitet mit mehreren Landwirten in Sachsen, Brandenburg und Nordhessen zusammen, die Beeren zur Verarbeitung liefern. Die Spätfröste im Mai hätten den Pflanzen zur Blütezeit so zugesetzt, dass kaum Beeren an den Sträuchern hingen. Auf Sachsens größter Plantage in Coswig wird in diesem Jahr nicht geerntet. Der kostenintensive Aufwand lohnt sich nicht für die wenigen Beeren, so Holzmüller.

Auch die Planzen auf der 20 Hektar großen Planatage in Naundöfel bei Meißen haben zu kleine und zu trockene Beeren. "Für uns ein Totalausfall. Was die Zukunft bringt, weiß ich nicht.", äußert sich Holzmüller zur aktuellen Situation. Nun hofft Holzmüller noch auf Beeren von den Anbauflächen in Nordhessen. Denn die Nachfrage vor allem nach dem Saft sei gerade in der Corona-Krise hoch, so Holzmüller.

Die Situation in Brandenburg sieht nicht besser aus. Die Landwirte rechnen mit einem Verlust von 70 bis 80 Prozent.