Anklage wegen Menschenhandel, Zuhälterei und Zwangsprostitution

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Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen drei Bulgaren Anklage wegen Zuhälterei, Menschenhandel und Zwangsprostitution erhoben. Dem Mann und zwei Frauen werden mehrere Fälle zur Last gelegt.

Seit vier Jahren sollen die Beschuldigten junge Mädchen unter Vorspielung falscher Tatsachen nach Dresden gelockt haben. Sie boten ihnen an als Begleitdame zu arbeiten. Als die jungen Frauen in Dresden ankamen, wurden sie zur Prostitution gezwungen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft mussten sie an drei verschiedenen Orten in der Stadt anschaffen.

Einer der Angeklagten sitzt seit mehreren Monaten in Untersuchungshaft. Die anderen beiden Frauen sind auf freiem Fuß. Der vierte Beschuldigte ist im Dezember 2019 in der Justizvollzugsanstalt lebensbedrohlich erkrankt und Anfang Januar verstorben.