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Aktivisten demonstrieren vor Neuem Rathaus für Aufnahme von Flüchtlingen

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Vor dem Neuen Rathaus in Leipzig haben rund 100 Aktivisten für die Aufnahme von Flüchtlingen demonstriert. Die Demonstranten gehören zu der Organisation Leipziger Seebrücke.

Sie fordern, dass Menschen, die aktuell auf Seenotrettungsschiffen festsitzen, in den Leipziger Obdachlosenunterkünften unterkommen sollen. Wie uns ein Sprecher der Seebrücke sagte, könnten so freie Plätze in den Unterkünften sinnvoll genutzt werden. Im Anschluss an die Demo übergab die Organisation eine entsprechende Petition mit 3.300 Unterschriften an Oberbürgermeister Burkhard Jung.

Auch im Stadtrat wurde am Mittwoch über einen ähnlichen Antrag abgestimmt. Darin wurde gefordert, dass sich die Stadt dazu bereiterklärt, zusätzlich zu den Geflüchteten die ohnehin aufgenommen werden, weitere aus dem Mittelmeer gerettete Geflüchtete aufzunehmen. Am Ende einigte man sich auf einen Kompromiss mit einer sogenannten Obergrenze. Die Stadt wird nun also dem Freistaat und dem Bund signalisieren, dass man pro Jahr 100 zusätzliche aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge aufnehmen würde.