ADFC begrüßt Pläne für Radspur auf der Carolabrücke

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Auf der Carolabrücke soll eine der vier Autospuren zugunsten der Radfahrer wegfallen. Diese Pläne werden derzeit von der Stadt geprüft. Konkret betroffen wäre eine der vier Fahrspuren Richtung Altstadt.

Der Dresdner Fahrradclub ADFC begrüßt das Vorhaben. Denn die Radfahrer müssten dann am Carolaplatz und am Rathenauplatz nicht mehr die Straßenbahngleise überqueren. „Für eine durchgehend attraktive Nord-Süd-Radverkehrsverbindung ist eine direkte Radwegführung auf der Carolabrücke entscheidend", erklärt Nils Larsen, Mitglied im Vorstand des ADFC Dresden. "Das zweimalige Queren der Straßenbahngleise an extra Ampeln, mehreren 90-Grad-Kurven und die gemeinsame Nutzung des Gehweges bremsen Radfahrerinnen und Radfahrer fast auf Schrittgeschwindigkeit aus und benachteiligt den Radverkehr gegenüber dem Autoverkehr erheblich. Gleisquerungen sind insbesondere bei Nässe immer mit erheblicher Sturzgefahr verbunden.“

Kritik kommt dagegen von der CDU-Ratsfraktion. Sie befürchtet Staus auf der Brücke. Der ADFC hält dagegen. „Als der erste Brückenteil der Carolabrücke saniert wurde und baustellenbedingt der Autoverkehr je Richtung nur eine Spur hatte, ist der Verkehr auch nicht zusammengebrochen und im Zuge der anstehenden Sanierung des mittleren Brückenzuges wird der Autoverkehr wieder nur eine Spur pro Fahrtrichtung haben. Der Verkehr wird erneut gut fließen. Außerdem sind bekanntermaßen Ampelkreuzungen entscheidend für jeden Verkehrsfluss" so Nils Larsen vom ADFC.