60.000 Gäste feierten beim Bergstadtsommer in Freiberg

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Großer Besucher-Andrang und friedliche Stimmung: Aus Sicht von Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger war der Bergstadtsommer ein Erfolg. Bis Sonntagnachmittag kamen seinen Angaben zufolge rund 60.000 Besucher. Die Stadt hatte mit rund 25.000 Menschen gerechnet.

Obwohl Freiberg mit einem Eilantrag auf gelockerte Corona-Regeln vor dem Oberverwaltungsgericht Bautzen gescheitert war, fand die Sause ohne Kontakterfassung und Testpflicht statt. Die Stadt hatte dafür ihr Hygienekonzept geändert und ließ nur jeweils 999 Besucher auf vier getrennte Festareale.

Laut Stadt waren am Samstagabend Kapazitätsgrenzen teilweise erreicht – eingelassen wurde, wenn jemand den Platz verließ. Von den Besuchern anstandslos angenommen, zeigt sich Oberbürgermeister Sven Krüger  it diesem Konzept mehr als zufrieden: „Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Mein Dank geht an die reichlich 60.000 Besucher die vorbildlich und verantwortungsvoll all das eingehalten haben, was wir umsetzen mussten, damit alle gemeinsam sicher feiern und lachen konnten.“

Darüber hinaus dankt er allen, die es möglich gemacht haben, diesen „Plan-B“ umzusetzen. „Mit Mut haben wir uns allen die Eigenverantwortung zurückgegeben und gleichzeitig das, was unsere Gesellschaft ausmacht: Miteinander sprechen, miteinander feiern und einfach eine gute Zeit verbringen.“

Entspannt und friedlich gefeiert wurde an allen vier Tagen des Bergstadtsommers im Weindorf, bei den Sommernächten im Schloss, auf dem Jahrmarkt am Untermarkt und vor der großen Bühne am Obermarkt bei Konzerten von Frida Gold, Gentleman oder der Tina Turner Tribute-Band.

Von vielen lang ersehnt war der Bergaufzug am Sonntagvormittag: Ähnlich wie im vergangenen Jahr marschierten in reduzierter Form etwa 300 Mitglieder von neun Knappschaften aus ganz Sachsen zur Aufwartung auf dem Obermarkt ein – unter den fröhlichen Blicken von etwa 2.000 Besuchern, von denen viele anschließend dem Berggottesdienst lauschten.

Diesen Anlass nutzte die Stadt Freiberg, die Ehrenbürgerwürde an Knut Neumann, den ehemaligen und langjährigen Vorsitzenden der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft (HFBHK), zu verleihen. Die seltene Auszeichnung hat er für seine unschätzbaren Verdienste erhalten, Traditionen der Freiberger Bergbau- und Hüttengeschichte zu pflegen und bewahren sowie sie hautnah erleben zu lassen – in der Silberstadt, in Sachsen, in der ganzen Welt. Zur feierlichen Verleihung, bei der sich Knut Neumann auch ins Goldene Buch der Stadt Freiberg eingetragen hat.

Den ersten Förderpreis Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří verlieh die Stadt während der Eröffnung am Donnerstag. Anschließend trug sich Thomas Mielenz, alias Braumeister Michael, stellvertretend für die vielen verdienten Gästeführer Freibergs und anlässlich seines 10-jährigen Jubiläums in das Silberne Buch der Stadt ein.

Ein mobiles Impfteam machte am Samstag in Freiberg Stopp auf der Erbischen Straße. 120 Menschen ließen sich vor Ort spontan und ohne vorherige Terminvereinbarung impfen.