Rochhausmühle und Wendt & Kühn in Grünhainichen

„Es klappert die Mühle am rauschenden Bach …“. Jahrhundertelang drehte sich das große Wasserrad der „Rochhausmühle“ im malerischen Trübebachtal. 1521 erstmals als „Uhlmanns Möle“ in einem Lehensbrief erwähnt, fungierte das große Fachwerkgebäude mit den Mühlenrädern zunächst als Brettmühle und fand um 1845 seine Bestimmung als fortschrittliche Papiermühle. Aus dieser Zeit resultiert auch der bis heute erhalten gebliebene Name „Rochhausmühle“. Benannt wurde sie nach dem Sohn des damaligen Besitzers Carl Julius Rochhausen, der den Umbau zur Papiermühle vorantrieb.

Das Gebäude trotzte Kriegen, Enteignungen und Plünderungen. Fortgeschrieben wurde die wechselvolle Geschichte schließlich im Jahr 1997, als der in Grünhainichen ansässiger Antikhändler Ralph Geisler das marode Areal erwarb. 2002 konnte das historische Gebäude nach aufwendigen Sanierungsarbeiten wieder öffnen und bietet seitdem dem Antiquitäten-Geschäft einen Rahmen, wie er passender nicht sein könnte. Die schier unendliche Auswahl in mehreren Gebäuden umfasst Spielzeuge, Uhren, altes Werkzeug, antikes Erzgebirgisches Kunsthandwerk und viele weitere Schätze zum Trödeln.