• Das begehrte Wolfram - Nur unter UV-Licht sind die feinen Adern im Gestein zu erkennen. © Georg-Ulrich Dostmann/ERZ-Foto

    Das begehrte Wolfram - Nur unter UV-Licht sind die feinen Adern im Gestein zu erkennen. © Georg-Ulrich Dostmann/ERZ-Foto

  • 2021 soll die Förderung in Pöhla offiziell beginnen. © Janis Müller

    2021 soll die Förderung in Pöhla offiziell beginnen. © Janis Müller

  • In den kommenden Monaten sollen 3000 Tonnen Roherz in Pöhla abgebaut werden. © SME

    In den kommenden Monaten sollen 3000 Tonnen Roherz in Pöhla abgebaut werden. © SME

Erzbergwerk Pöhla: 400.000 Tonnen Roherz pro Jahr

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Seit zwei Jahren schon wird im Luchsbachtal bei Pöhla wieder Bergbau betrieben. In einer Tiefe von 170 Metern war Mitte Juni der Durchbruch gelungen: Die erwartete Wolframlagerstätte wurde gefunden.

Am Mittwoch informierte das zuständige Bergbauunternehmen SME über das weitere Vorgehen. Wie uns Klaus Grund, Vorstand für Planung, Technologie und Strategie sagte, wird jetzt horizontal gegraben. Auf einer Länge von 200 Metern will man weitere 3000 Tonnen Roherz ans Tageslicht bringen. Bis Ende des Jahres wird das Gestein in eine Pilotanlage nach nach Mittweida geschickt, wo die Großproben untersucht werden sollen. Erste Ergebnisse sollen im August vorliegen.

2021 soll die Förderung offiziell beginnen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Reissner rechnet mit einer Jahresförderung von 400.000 Tonnen Roherz. 150 Arbeiter sollen beschäftigt werden. Man rechnet damit, das Erzgestein in Pöhla in den nächsten 40 bis 50 Jahre abgebaut werden kann.

„Das Erzgebirge ist eine Gegenposition zu China, welches den Welthandel zu Wolfram beherrscht“, sagte Reissner.  Die Weltmarktpreise für Wolfram liegen derzeit bei 30.000 US-Dollar pro Tonne und bei 400 US-Dollar pro Tonne Fluorit. Forscher gehen davon aus, dass auch Zinn, Zink, Indium und Kupfer rund um Pöhla lagern. Das bislang erste und derzeit einzige Untertagebergwerk in Sachsen seit 1992 ist übrigens die Grube Niederschlag bei Oberwiesenthal.

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Klaus Grund, Vorstand für Planung,Technologie und Strategie im Interview