• Der Q4 e-tron wird in Zwickau produziert - mit Unterstützung von Audianern aus dem Stammwerk in Ingolstadt.

350 Audianer pendeln nach Zwickau

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Seit 30 Jahren pendeln viele Westsachsen zwischen Wohnort und Arbeitsstelle in Bayern oder noch weiter im Westen. Das gab es wohl immer auch umgekehrt, doch vermutlich nie so stark wie seit knapp einem Jahr. Inzwischen sind es rund 350 Mitarbeiter vom Audi-Stammwerk, die in Mosel arbeiten – jeweils für ein Jahr. Eine Herausforderung für viele, haben wir erfahren.

Bei den Zwickauern auf Zeit handelt es sich größtenteils um sehr junge Leute. „Wenn die jungen Audianer fertig sind mit der Ausbildung, gehen sie quasi auf Wanderschaft“, erklärt Andreas Hamann von Audi Personalwesen. Erstmals habe sich Audi bei dieser Personaldrehscheibe für den Standort Zwickau entschieden, weil hier die modernsten Audis gebaut werden und beim Anlauf des Q4 e-tron mehr Personal benötigt wird.

Für die meisten Audianer in Zwickau ist die Zeit eine neue Erfahrung: eigene Wohnung, anderes Bundesland, anderes Werk. Es gab einige Bedenken, gibt Andreas Hamann zu, und auch Unwissenheit – er selbst habe nur sehr wenig über Zwickau gewusst. Doch die Bedenken haben sich nach seinen Worten in Luft aufgelöst. Er spricht von tollen Arbeitsbedingungen, einer liebenswerten Bevölkerung und einer wunderschönen Stadt. „Mittlerweile fühlen sich alle wohl“, sagt Marco Weiß, Logistikmeister, er habe nichts Negatives gehört.

Viele haben ihre Zeit in Zwickau verlängert, berichtet Andreas Hamann. Lena Guttschick wechselt sogar zu VW in Zwickau. „Anreize hat für mich vor allem die Elektromobilität geboten, da ich nebenbei in diesem Bereich studiere“, so 27-jährige Mechatronikern. Ein zweiter Punkt ist, „dass die Immobilien sehr günstig sind, ich sehr schnell an eine Wohnung komme, wenn ich eine benötige, die Preise sind sehr gut.“

Audio:

Interview mit Andreas Hamann, Audi Personalwesen

Interview mit Lena Guttschick, Mechatronikerin