135 Flüchtlinge in Neißeregion - "Landschaftsgärtner" dabei

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Der Flüchtlingsstrom über die Neiße ebbt nicht ab. Am vergangenen Wochenende nahm die Bundespolizei  135 Frauen, Männer und Kinder  in Gewahrsam.  Viele riefen den Beamten das Wort „Asyl“ zu. Bei der Feststellung ihrer Identität gab manch einer spezielle Berufe an, zum Beispiel "Sequenzierer" (Anmerkung der Redaktion: Spezialist, der DNA-Spuren auswertet). Andere erklärten, dass sie Landschaftsgärtner seien.

Die Flüchtlinge wurden der Ausländerbehörde übergeben. Sie kommen in eine Erstaufnahmeeinrichtung in Sachsen und werden später auf die Landkreise aufgeteilt.

Seit Wochen reisen immer mehr Menschen ohne Visum über Weißrussland  nach Polen und von da weiter nach Deutschland ein. Die Regierungen in Lettland, Litauen und Polen beschuldigen Diktator Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Migranten und Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen.

Angesichts der Flüchtlingswelle über Neiße und Oder hat unterdessen die Bundespolizeigewerkschaft die Einführung von Grenzkontrollen gefordert. Nur so könne ein „Kollaps“ verhindert werden.

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Michael Engler, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf, zu den Berufen der Flüchtlinge