19.01.2012 - 18:57 Uhr   |   Dresden, TOP, Sachsen

Entwarnung nach Chemiealarm an der TU Dresden


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Rettungsfahrzeuge an der Bergstraße
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Einsatzkräfte im Schutzanzug
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Studenten und Mitarbeiter werden registriert

Entwarnung nach Chemiealarm an der TU. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers waren alle Messungen negativ. Laut Polizei gab es auch keine Anzeichen dafür, dass tatsächlich bei Experimenten ein giftiges Gas ausgetreten ist. Das betroffene Labor soll aber trotzdem noch einmal untersucht werden. 100 Personen waren vorsorglich in Krankenhäuser gebracht worden, nachdem Studenten einen verdächtigen Geruch wahrgenommen und über Übelkeit geklagt hatten.

+++ Der Rückblick über die Geschehnisse am Donnerstag+++

ca. 17.10 Uhr

Großalarm am Chemischen Institut der TU auf der Bergstraße. Bei einer Praktikumsveranstaltung für Erstsemester gab es am späten Nachmittag einen Chemieunfall. Nach ersten Informationen sollte eine Arsen-Wasserstoff-Verbindung ausgetreten sein. Fast 60 Feuerwehr- und Rettungswagen rasten zum Uni-Gelände.

Mit Spezialanzügen betreten die Rettungskräfte den Chemie-Neubau um die 70 Studenten und etwa 30 Mitarbeiter in Sicherheit zu bringen. Die Betroffenen sprachen von einem intensiven Knoblauchgeruch und klagten über Übelkeit. Nach Angaben von Uni-Rektor Hans Müller-Steinhagen werde aber mit so geringen Mengen an Chemikalien experimentiert, dass eigentlich nichts passieren kann.

Etwa 100 Personen, darunter auch 5 Rettungskräfte, wurden nach Angaben der Feuerwehr, mit Sammeltransporten in Dresdner Krankenhäuser sowie nach Radebeul und Freital gebracht.Wie der Sprecher des Uni-Klinikums Holger Ostermeyer unserem Sender sagte, müssen die Betroffenen jetzt mindestens 24 Stunden zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben.

21:36 Uhr Entwarnung von der Feuerwehr. Alle Messungen sind negativ.

13.53 Uhr Die Polizei gibt offiziell Entwarnung. Die Untersuchung des Labor sei am Mittag ergebnislos beendet worden. Es habe definitiv keinen Gasaustritt gegeben. Vermutlich werde es schwer sein, die Geruchsbelästigung im Nachhinein zu klären.