Mo, 06.02.
Nicht "Warum?" fragen, sondern "Wozu?"
von Esther Dutschke
Warum trifft gerade mich diese Krankheit? Warum scheinen es alle anderen zu schaffen und nur ich komme beruflich nicht so richtig auf die Beine? Warum habe ausgerechnet ich den Mann fürs Leben noch nicht gefunden?
Warum, warum, warum... Ich gebe zu: Ich bin selbst jemand, der immer „Warum?“ fragt!
Aber bei den vielen Herausforderungen im Leben gibt es auf Warum-Fragen keine Antwort, die wirklich zufrieden stellt.
Wie wäre es deshalb stattdessen zu fragen: „Wozu?“ Das führt dann nämlich eher zu Gedanken, die hilfreich sein können:
Zum Beispiel: Welche guten Seiten könnte meine Arbeitslosigkeit vielleicht haben? Was lern' ich durch die Krankheit über mich selbst? Oder: Welche Freiräume schenkt mir mein Single-Dasein?
Während das „Warum?“ in der Vergangenheit wühlt, lenkt das „Wozu?“ den Blick in die Zukunft. Und aus dem großen Fragezeichen wird vielleicht irgendwann ein Weg.
Klingt abgefahren? Dann probieren Sie's doch mal aus!
Nicht „Warum?“, sondern „Wozu?“