Mi, 18.01.

Armut macht krank - Caritas-Kampagne 2012


von Elisa Eichberg

Düstere Plakate sind seit neustem in sächsischen Orten zu sehen: auf dem einen eine mahnisch-depressive Frau, auf einem anderen ein Ausländer mit schlechten Zähnen. Ein Portemonnaie mit einigen Cent-Stücken darin, lässt darauf schließen, dass sie arm sind. „Armut macht krank“ - so das Motto der diesjährigen Caritas-Kampagne, auf die diese Plakate aufmerksam machen wollen.

Mechthild Gatter vom Caritasverband des Bistums Dresden-Meißen über die Folgen der Armut: "Was die Sache schlimm macht, ist eine langfristige Perspektivlosigkeit, Sinnlosigkeit und dass den Menschen die Teilhabe an dem, was in einer Gesellschaft üblich ist, verwehrt wird." Dabei geht’s nicht um Luxusartikel und Markenklamotten, sondern um Grundlegendes, wie Essen, sagt sie weiter: "Wir wissen, dass Menschen mit schlechtem Einkommen sich schlecht ernähren, gerade hochwertige Nahrungsmittel kosten ja auch ein bisschen mehr als Discounterware und Eingefrorenes und Dinge, die schnell zuzubereiten sind."

Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts heißt es sogar, dass Menschen mit geringem Einkommen bis zu elf Jahre früher sterben. Die Caritas fordert darum, zum Beispiel Hartz-IV Empfängern den Zugang zur medizinischen Versorgung leichter zu machen. Mechthild Gatter: "Bei Krankenhausaufenthalten oder Kurmaßnahmen, dass man diese Menschen einfach unbürokratischer von diesen Zuzahlungen freistellt."

Mehr Informationen zu Caritas-Kampagne 2012 gibt es unter

www.caritas.de




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